Geschichte & Vision der Stiftung

Vision & Geschichte

Casa mondiale heisst der Leitstern des Ponte Projektfonds zur Umsetzung seines Stiftungszwecks. Die Stiftung reinvestiert einen Teil des Mietertrags direkt in die Mietförderung. Die Hälfte der Wohnungen werden dadurch auch für Mietende mit niedrigem Einkommen erschwinglich. Diesem Ziel dient die Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Stiftung Domicil, die seit 25 Jahren günstigen Wohnraum vermittelt. In der Casa mondiale wird aber nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet und experimentiert. 

Restaurant & Stadt_Labor 

Das Restaurant sõko in der Casa mondiale versteht sich als vielfältig nutzbares Kulturrestaurant für Wiedikon und für die Stadt. Nach der Wiedereröffnung, Mitte Oktober 2020, macht die neue Pächterschaft, die Gastrophysik GmbH, auch den Kulturraum Scaletta im Erd- und Untergeschoss wieder der Öffentlichkeit zugänglich und ermöglicht ein möglichst breit zugängliches kulturelles Angebot. Seit der Eröffnung des komplett sanierten Gebäudes im Herbst 2018 war eine Reihe kreativer Köpfe und Köche am Aufbau des Wiediker Leuchtturms, wie die Casa mondiale vom Quartier genannt wird, beteiligt. Sie bleiben in bester Erinnerung. 

 


Der Formgebende 

Creative Director Jiri Chmelik entwickelte die Casa mondiale als eine gelebte und erlebbare Idee und Vision. Seine Aufgabe bestand darin, ihr Gesicht mit den entsprechenden Schriften, Farben und Bildsprachen zu gestalten. Seine einzigartige Handschrift prägt den hohen Qualitätsanspruch sowie die einzigartige Adresse der Casa mondiale.

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Die Zusammenführende

Heike Biechteler lenkte unsere Aufmerksamkeit der Architektur auf die Gesamtheit der am Bau der Casa mondiale beteiligten Berufe und Anspruchsgruppen. Sie hat die Dauerausstellung «Anatomy Lessons - eine Fallstudie zu Repräsentation von Architektur» im Treppenhaus kuratiert. Ein Stadthaus wäre kein Haus geworden ohne Bewohnende, Handwerkende, Denkmalpflegende und Ingenieure. 


Der Menschenfindende

Daniel Ganzfried stellt ganz besondere Menschen vor, die uns im Alltag begegnen. In seiner Reihe «Wunderbare Menschen» begegneten  auf der Scaletta Personen, wie sie überall unsichtbar ihre Wunder vollbringen, etwa der Bassist hinter dem Bühnenstar oder die Coiffeuse von Nebenan im Quartier. Das Interesse am ganz gewöhnlichen Menschsein bleibt entscheidend – jenseits von Glanz und Gloria.

 


Die Bildgebende

Olivia Aloisi schafft, was kein Smartphone kann: Sie bringt geübt und ungeübt Zeichnende zusammen, die sich viel Zeit nehmen, um etwas ins Bild zu fassen. Sie hat jeweils einmal im Monat an Samstagen im Seebähnli den Urban Sketchcrawl durchgeführt. Auch die hier versammelten Skizzen unserer Co-Kuratierenden sind Olivia zu verdanken.  


Der Innenreisende

Johannes Glarner ist wie ein Bergführer oder ein Höhlenforscher, der Menschen in ihr Innerstes führt. Woche für Woche kam er früh am Donnerstagmorgen ins Seebähnli und brachte mitten in Lärm und Hektik der Stadt Stille und tiefen Atem. Seine Art Silenziosa gehört zum Vermächtnis der Casa mondiale.


Der Verköstigende

Jan Hoffmans kam, sah und kochte für die vielen hundert hungrigen Mäuler anlässlich der Eröffnung des Seebähnli Casa mondiale. Er führte das Gastro-Team als Betriebsleiter durch alle Höhen und leider schlussendlich auch durch die Tiefen der Betriebsschliessung im März 2020 wegen des neuen Virus. Aufgeben und den Löffel hinschmeissen kamen für den Kölner nie in Frage und genau das heisst wohl Casa mondiale auf «kölsch».


Die Kuratierenden

Viola Schwarz, Kuratorin, und Sebastian Hefti, Gesamtleiter Casa mondiale, kuratierten das Stadt_Labor der Casa mondiale bis im März 2020. Die Casa mondiale ist der Vielfalt der Stadt gewidmet, der Stadt als Weltort. In verschiedenen Veranstaltungsformaten des Stadt_Labors werden Denk- und Handlungsansätze gefördert und erprobt, welche die nachhaltigen Stadtentwicklung und die städtische Lebensqualität fördern. 

 

Ihnen und dem lieben Publikum, welches diese erlebnisreiche Gründungszeit der Casa mondiale zu Wiedikon mit erlebt hat, dankt der Ponte Projektfonds herzlich. Hier und wohl auch anderswo wird das Stadt_Labor in Zukunft fortgesetzt.